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Wissenschaftliches Symposium "1609 - ein Jahr, eine Epoche"

27.02.2010

Referenten: Dr. Jürgen Lotterer, Dr. Heiner Borggrefe Professor Dr. Uwe Albrecht, emeritierte Professor Dr. Winfried Schulze

Auch 400 Jahre nach ihrer Fertigstellung erfreut sich die Wewelsburg samt ihrer wechselhaften Geschichte eines anhaltenden öffentlichen Interesses. So war das wissenschaftliche Symposium „1609 – ein Jahr, eine Epoche“ am Samstag gut besucht: Landrat Manfred Müller und Dr. Franz Josef Winter als Vorsitzender des mit ausrichtenden Fördervereins der Wewelsburg begrüßten mehr als 100 Besucher im Burgsaal der Wewelsburg.

Moderiert durch die stellvertretende Museumsleiterin Kirsten John-Stucke spannte das Symposium einen weiten historischen Bogen. Die ersten beiden Vorträge widmeten sich unmittelbar der Wewelsburg. Dr. Jürgen Lotterer vom Stadtarchiv Stuttgart stellte die Persönlichkeit und Herrschaftszeit von Dietrich IV. von Fürstenberg in den Mittelpunkt seines Auftaktvortrages und machte deutlich, wie stark dessen repräsentatives Denken das Bauvorhaben der Wewelsburg geprägt hat. Dr. Heiner Borggrefe vom Weserrenaissancemuseum Schloss Brake widmete sich der Architektur der Wewelsburg und konnte anhand zahlreicher Fotos anschaulich vor Augen führen, dass der Dreiecksbau für Burgen in Europa nicht gänzlich untypisch ist und sich häufig an örtlichen Gegebenheiten orientiert. Wichtig war in diesem Zusammenhang, dass die Wewelsburg mittelalterliche Fortifikationsmerkmale aufweist, etwa die zunächst zinnenbesetzten Rundtürme, ohne wirkliche Wehrhaftigkeit oder Verteidigungsfähigkeiten zu besitzen. Dr. Heiner Borggrefe gelang es, den Besuchern zudem zu vermitteln, welche baulichen Veränderungen die Wewelsburg seit 1609 durchlief, welche Zeremonielle in den verschiedenen Räumlichkeiten der Wewelsburg gepflegt wurden und wie die Wewelsburg in Gemälden und Bildern über die Jahrhunderte dargestellt wurde.

Nach einer Pause stellten die folgenden beiden Vorträge die Wewelsburg und das Jahr 1609 in einen größeren (kunst-)historischen Kontext. Professor Dr. Uwe Albrecht von der Christian-Albrechts-Universität in Kiel verdeutlichte anhand zahlreicher Dias die architektonischen Stilrichtungen der Epoche und belegte für viele deutsche Bauten dieser Zeit eine Anlehnung an die Architektur der italienischen Hochrenaissance. Abschließend widmete sich der Vorsitzende des Hochschulrates der Universität Paderborn, der emeritierte Professor Dr. Winfried Schulze den politischen Wirren der Jahre um 1609 und lenkte den Blick über das Paderborner Land hinaus. So war das Heilige Römische Reich bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts bereits durch zahlreiche konfessionelle Beben geprägt, welche schließlich im Jahre 1618 den Dreißigjährigen Krieg auslösten und auch das Paderborner Land mit der Wewelsburg erfassten.

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