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RAD-Andenken

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RAD-Andenken

Bronzeguss
ca. 1938
Kreismuseum Wewelsburg, Inv. Nr. 22279

Die Skulptur stammt von Karl Bergmann, der bis zu seinem Wehrmachtseintritt 1938 seinen Pflichtdienst beim Reichsarbeitsdienst (RAD) in der Abteilung 1/204 in Wewelsburg absolvierte. Vermutlich erhielt er sie als Erinnerungsstück. Dargestellt ist ein Erdhügel mit abnehmbarem Stiefel. Anhand ähnlicher Stücke ist belegt, dass im seitlichen Schlitz mal ein kleiner Spaten steckte – ein zentrales Symbol des RAD.

Der RAD ging aus dem Freiwilligen Arbeitsdienst hervor, wurde unter den Nationalsozialisten jedoch ideologisch geprägt und militärisch organisiert. Ab 1935 mussten alle Männer zwischen 18 und 25 Jahren sechs Monate Dienst leisten. Reichsweit übernahm der RAD vor allem Bau- und Erdarbeiten. Die Abteilung in Wewelsburg war nach der Übernahme der Burg durch die SS für die Freilegung des Burggrabens und die Erneuerung der Zufahrtsbrücke zuständig, kam aber auch bei Arbeiten im Dorf zum Einsatz. Das Wewelsburger RAD-Lager bestand bis Juni 1938, als die Einheit ins Saarland verlegt wurde.

Die Vitrine zum "Objekt des Quartals" befindet sich im Turmzimmer des Historischen Museums des Hochstifts Paderborn.

Kreismuseum Wewelsburg

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