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Rückblick Juni

07.07.2022

Hilfsnetzwerk engagiert sich für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine

Grigorij Korsatschenko während seines Besuchs in Köln, Juni 2011 (NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, N986,148).

Grigorij Korsatschenko während seines Besuchs in Köln, Juni 2011 (NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, N986,148).

10. Juni
Seit der Gründung des Netzwerks vor nun 3 Monaten konnten wir rund 87.500 EUR zur Unterstützung von Überlebenden der NS-Verfolgung, ihren Angehörigen und unseren Kolleg:innen einsetzen. Das ist nur dank der großen Unterstützung vieler Spender:innen möglich gewesen! Doch der Krieg ist nicht vorbei und wie in den zurückliegenden Wochen stehen wir mit vielen Überlebenden und Angehörigen in Kontakt, die weiterhin dringend finanzielle Hilfe benötigen.

Eine der finanziellen Soforthilfen ging im Mai an Grigorij Michajlowitsch Korsatschenko. Er wurde 1943 als 11-Jähriger zusammen mit seiner Mutter und vier Brüdern aus seinem Heimatdorf Suvyd in der Oblast Kiew zur Zwangsarbeit nach Köln verschleppt. Die Familie lebte in einem Lager der Deutschen Reichsbahn in Köln-Nippes. Nachdem das Lager durch Fliegerbomben zerstört wurde, hat man die Familie in das Reichsbahnlager in der Köln-Ehrenfelder Hornstraße umquartiert. Nach der Befreiung wurde Grigorij mit seiner Familie in das Heimatdorf repatriiert. 2011 nahm Grigorij Korsatschenko zusammen mit seinem Enkel am Besuchsprogramm der Stadt Köln für ehemalige Zwangsarbeiter:innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge teil. Er lebt noch heute in seim Heimatdorf Suvyd.

17. Juni
Seit über drei Monaten besteht das Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine aus einem breiten Bündnis aus Gedenkstätten, Museen, Vereinen und Initiativen mit dem Ziel, Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine, ihre Familien sowie durch den Krieg betroffene Kolleg:innen aus der Ukraine unbürokratisch und effektiv zu unterstützen. Wir konnten bislang mit 90.700 Euro Spendengeldern viele Menschen in der Ukraine und auf der Flucht erreichen

24. Juni
Seit Gründung hat das Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine 93.700
Euro Spendengelder an Überlebende, Angehörige und Fachkolleg:innen in der Ukraine und auf der
Flucht ausgezahlt.
Eine der finanziellen Soforthilfen ging an Nadezhda Slessarewa (91) und ihre Familie . Die Arbeit
des Hilfsnetzwerks bedeutet in einigen Fällen auch weitere Formen der Hilfe: Seit einigen Wochen
versuchen wir aus der Ferne auch Nadezhda Slessarewa bei vielen Herausforderungen nach ihrer
Ankunft in Deutschland zu unterstützen. Sie ist ehemalige Zwangsarbeiterin und schon viele Male
als bekannte Zeitzeugin in Deutschland gewesen, vor zwei Jahren hat sie das Bundesverdienstkreuz
erhalten. Nadezhda Slessarewa ist mit ihrem Mann und drei weiteren Familienmitgliedern -
darunter ein kleine s Baby - aus Kyiv nach Deutschland geflohen. Sie konnten zunächst eine
Unterkunft in Geislingen finden. Das Hilfsnetzwerk unterstützt die Familie bei vielen
bürokratischen Herausforderungen bis hin zu ganz praktischen Fragen – etwa, wie man an eine
Waschmaschine kommt. Wir versuchten , Ansprechpartner:innen in der Nähe zu finden, die mit
passenden Sprachkenntnissen die Familie begleiten können und bei Fragen oder Problemen
erreichbar sind. Das stellte sich nicht immer als l eichte Angelegenheit heraus, so wurden bereits
viele Arztbesuche per Telefon aus Berlin gedolmetscht. Aktuell hoffen wir auf die Genehmigung
einer Reha für Nadezhda Slessarewa.

Nadezhda Slessarewa (Mitte) mit ihrem Mann Alexander und ihrer Tochter Elena im Rathaus Geislingen. In der zweiten Reihe zu sehen ist ihr Enkelsohn auf den Armen der Fotografin sowie die Dolmetscherin. Im Mai 2022 lud der Oberbürgermeister von Geislingen alle angekommenen Ukrainer*innen zur Begrüßung ins Rathaus ein . © Familie Slessarewa

Nadezhda Slessarewa (Mitte) mit ihrem Mann Alexander und ihrer Tochter Elena im Rathaus
Geislingen. In der zweiten Reihe zu sehen ist ihr Enkelsohn auf den Armen der Fotografin sowie die Dolmetscherin. Im Mai 2022 lud der Oberbürgermeister von Geislingen alle angekommenen Ukrainer*innen zur Begrüßung ins Rathaus ein .
© Familie Slessarewa

Mehr über die Lebensgeschichte von Nadezhda Slessarewa in der ZDF-Doku:
"Die Zwangsarbeiterin – Nadeshdas langer Weg nach Hause" (Oktober 2021).
(Screenshot ZDF Mediathek vom 23.6.22)

Mehr über die Lebensgeschichte von Nadezhda Slessarewa in der ZDF-Doku: "Die Zwangsarbeiterin – Nadeshdas langer Weg nach Hause" (Oktober 2021). (Screenshot ZDF Mediathek vom 23.6.22)

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-zwangsarbeiterin-nadeshdas-langer--wegnach-
hause-100.html

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