Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
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1982 wurde die erste zeitgeschichtliche Dokumentation unter dem Namen
„Wewelsburg 1933-1945: Kult- und Terrorstätte der SS“ im ehemaligen
Wachgebäude eröffnet, die mit fast ausschließlich lokalem Zuschnitt die
Geschichte der Wewelsburg und des hiesigen Konzentrationslagers
behandelte. Dieser enge konzeptionelle Zuschnitt und die Ergebnisse der
wissenschaftlichen Geschichtsschreibung seither haben seit Mitte der
1990er Jahre Rufe nach einer Neukonzeption laut werden lassen. Das Ziel
der Projektgruppe zur Neukonzeption, eine Ausstellung zu konzipieren,
die der historisch deutlich überregionalen Bedeutung der Wewelsburg für
die Schutzstaffel und ihre Verbrechen gerecht wird, wurde von höchster
Stelle unterstützt: Die Erinnerungs- und Gedenkstätte wurde mit Geldern
aus europäischen Töpfen sowie Mitteln des Bundes, des Landes, des
Landschaftsverbandes, des Kreises Paderborn und der Landeszentrale für
politische Bildung gefördert.
Am Beginn der Neukonzeption stand im Jahr 2000
die „Planungswerkstatt
Erinnerungskultur“ unter Schirmherrschaft des damaligen Präsidenten des
Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel. Aus dieser
entwickelte sich im Oktober 2003 die Projektgruppe zur Neukonzeption
unter Leitung des Wewelsburger Museumsleiters Wulff E. Brebeck. Im Sommer
2005 fand auf der Wewelsburg mit sehr guter Resonanz ein
wissenschaftliches Symposium zum Thema „Wewelsburg und die SS“ mit
internationaler Beteiligung statt. Im gleichen Jahr wurde das Architekturbüro Ikon aus Hannover mit der Gestaltung der neuen
Dauerausstellung beauftragt.
Nach mehreren Jahren wissenschaftlicher Forschung und Ausstellungsgestaltung, in der durch den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes die historischen Räume des ehemaligen SS-Wachgebäudes freigemacht und für die Ausstellung renoviert wurden, ist mit dem Festakt am 15. April 2010 ein ehrgeiziges und umfangreiches Projekt vollendet worden: auf über 850 m² informiert die neue Dauerausstellung nun umfassend über die Geschichte der Schutzstaffel und ihrer Verbrechen.
Einrichtung der neuen Ausstellung
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